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WPS-Bibliothek
15. Juni 2026·3 Min Lesezeit·Praxis

WPS erstellen ohne Word-Chaos: So gelingt die Schweißanweisung in 15 Minuten

WPS-Erstellung in Excel oder Word dauert 60 Minuten pro Stück und produziert fehleranfällige Vorlagen. So gelingt die Schweißanweisung in 15 Minuten mit normkonformen Vorlagen.

Das Problem mit Word und Excel

Über 90 % der schweißenden KMU erstellen ihre WPS heute in Excel oder Word. Das ist vertraut, flexibel und „kostenlos" — aber es hat drei gravierende Nachteile:

  1. Zeitaufwand: 30–90 Minuten pro WPS, weil du alle 20+ Pflichtfelder manuell ausfüllen musst.
  2. Fehleranfälligkeit: Schnell werden 5–8 Felder vergessen — Wärmeeinbringung, Schutzgas-Spezifikation, Pendelbewegung.
  3. Audit-Risiko: Eine lückenhafte WPS ist im Audit sofort angreifbar. Im schlimmsten Fall gefährdet sie die EN-1090-Zertifizierung.

Der bessere Weg: Vorgefertigte Vorlagen nutzen

Die Alternative ist eine kuratierte, normaktuelle Vorlagenbibliothek. Statt jede WPS von Grund auf zu erstellen, nimmst du eine Vorlage, die bereits alle Pflichtfelder enthält, und passt nur die betriebsspezifischen Parameter an:

  • Werkstoff: schon ausgefüllt
  • Verfahren: schon ausgefüllt
  • Nahtart, Blechdicke, Position: schon ausgefüllt
  • Schweißzusatz-Klassifizierung: schon ausgefüllt

Was du anpasst:

  • Stromstärke, Spannung, Vorschub (deine Maschinendaten)
  • Schutzgas-Durchfluss (deine Werkstatt-Konfiguration)
  • Vorwärmtemperatur (deine Werkstoff-Vorgaben)

Zeitersparnis konkret

Bei 30 WPS im Betrieb:

| Methode | Zeit pro WPS | Gesamt | |---------|-------------|--------| | Word/Excel manuell | 60 Min | 30 Stunden | | Vorlage anpassen | 15 Min | 7,5 Stunden | | Ersparnis | 45 Min | 22,5 Stunden |

Das sind fast drei volle Arbeitstage, die du für produktive Schweißarbeit gewinnst.

Schritt-für-Schritt: WPS in 15 Minuten

  1. Werkstoff und Verfahren wählen: Filter in der Bibliothek nach S235/S355/1.4301, MAG 135/138/WIG 141, Stumpf-/Kehlnaht.
  2. Passende Vorlage herunterladen: PDF (audit-druckbar) und DOCX (editierbar). Alle Pflichtfelder sind bereits ausgefüllt.
  3. Parameter anpassen: Strom, Spannung, Vorschub, Schutzgas-Durchfluss — die Werte, die du in deiner Werkstatt täglich nutzt.
  4. Validierung durch Schweißaufsicht: Deine IWE/IWT prüft die Vorlage, ergänzt ggf. betriebsspezifische Anmerkungen und gibt sie frei.
  5. In WPK einpflegen: Die freigegebene WPS wird Teil deiner werkseigenen Produktionskontrolle.

Qualitätssicherung

Bei der Nutzung von Vorlagen ist wichtig:

  • Normaktualität: Die Vorlagen müssen ISO 15609-1:2019 und EN 1090-2:2018+A1:2024 entsprechen. Prüfe, ob dein Anbieter Norm-Updates liefert.
  • Lizenz-Klarheit: Klare Lizenz-Klausel: Vorlage zur eigenen Anpassung, nicht zur Weitergabe an Dritte.
  • EXC-Coverage: Vorlagen sollten EXC1 und EXC2 abdecken — das sind 95 % der KMU-Anwendungen.

Fazit

WPS-Erstellung muss nicht 60 Minuten dauern und fehleranfällig sein. Mit kuratierten Vorlagen geht es in 15 Minuten — normaktuell, prüfsicher und mit klarer Lizenz-Klausel. Die Zeit- und Kostenersparnis ist enorm, besonders bei größeren Werkstatt-Sätzen.

Die WPS-Bibliothek liefert genau diesen Ansatz: 25 WPS-Lizenzen für 599 € (Werkstatt-Paket Plus), 24 Monate Update-Garantie und priorisierter Support. Für EXC2-Metallbaubetriebe ist das der schnellste Weg zum normkonformen Werkstatt-Satz.

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